Geschichte des Vereins
Die Geschichte des Vereins beginnt nach 1986, nach dem Reaktorunfall in
Tschernobyl.
Eine Kollegin von Brigitte Stein nahm an einer Studienreise in die
damalige Sowjetunion teil. Sie erzählte von alten Menschen und Kindern,
die krank waren und auf der Straße bettelten.
Sie besuchte auch ein Kinderkrankenhaus, in dem krebskranke Kinder
lagen, ausgelöst durch den Reaktorunfall. Durch all diese Eindrücke
organisierte sie unter anderem mit Brigitte Stein die ersten
Hilfslieferungen.
Als die Organisatorin in den Ruhestand ging, endeten zunächst diese
Hilfstransporte. Brigitte Stein bekam weiterhin viele Anfragen in
Holzkirchen und Umgebung, was denn dringend benötigt wurde und wollt
diese Hilfe fortführen.
Über ihre Eltern, die in Cham in der Oberpfalz lebten, bekam sie Kontakt
zu einer früheren Klassenkameradin, deren Mann (Josef Meyer) seit Jahren
Hilfslieferungen in die Ukrainischen Karpaten organisierte.
Am 24. April 2002 wurde der Verein "Wir helfen Menschen e.V." in Cham
gegründet, in dem Josef Meyer zum ersten Vostand gewählt wurde. Brigitte
Stein übernahm den Posten des 2. Vorstands ab dem 15.02.2003. Seit 2019
wurde ihr auch der Posten des Schatzmeisters übertragen.
Die erste Hilfslieferung des neu gegründeten Vereins ging nach
Ust-Tschorna, dem früheren Königsfeld, das hoch oben in den Karpaten
liegt. Fünf 40-Tonner wurden vollgepackt und mit 2 Begleitfahrzeugen und
insgesamt 23 Helfern, konnte einiges bewegt werden.
Seitdem fanden zwei- bis dreimal jährlich Transporte in die ukainischen
Waldkarpaten statt. Unterstützt werden immer noch Schulen, Kindergärten,
Waisenhäuser, Altenheime und arme Familien in abgelegenen Bergdörfern.
Seit 2016 gehört auch ein Kloster der Mallersdorfer Schwestern im
rumänischen Oradea zu den Empfängern, das bis vor kurzem behinderte
Kinder und Jugendliche betreute. Jetzt sind die Schwestern für Schulen
und Altenheime zuständig. Sie kümmern sich um Sinti und Roma, denn die
werden vom rumänischen Staat vor allem in den Schulen von vielem
ausgeschlossen. Sie betreuen verarmte, kinderreiche Familien und alte,
kranke Menschen in den Dörfern und Städten der Umgebung.
Seit Beginn des Krieges 2022 wird die Hilfe von Holzkirchen aus auf die
gesamte Ukraine ausgeweitet. In Zusammenarbeit mit Together4Ukraine
gehen mehrmals im Monat Hilfsgüter an Kliniken, Frauenhäuser,
medizinische Teams, sowie an verschiedene Einheiten und erreichen durch
persönliche und sichere Kontakte ihre Empfänger in der Ukraine schnell
und zuverlässig.
Getragen wird die Arbeit bis heute von ehrenamtlichen Helfern, die Geld-
und Sachspenden sammeln, Hilfsgüter organisieren und die Transporte
teilweise begleiten, sowie durch alle Menschen, die diese Intitiative
unterstützen.














